
Räume für alle
Politik beginnt für mich bei der Frage, wie wir zusammenleben wollen – und welche Räume wir dafür schaffen und erhalten. Räume zum Wohnen, Lernen und Arbeiten. Räume für Kultur, Begegnung und Jugend. Räume für Erholung, Natur und Teilhabe.
Denn eine lebenswerte Stadt entsteht nicht zufällig. Sie entsteht dort, wo Menschen sich begegnen können, wo Kinder sicher unterwegs sind, wo Nachbarschaften wachsen können und wo Kultur, Bildung und soziale Infrastruktur ihren Platz haben. Genau dafür möchte ich mich einsetzen: für ein Neukölln, das Menschen zusammenbringt und niemanden verdrängt.
Stadtentwicklung gerecht und ganzheitlich gestalten
Neukölln verändert sich – und diese Veränderung muss sozial, nachhaltig und gemeinsam gestaltet werden. Ich setze mich für all das ein, was unsere Quartiere lebendig hält: bezahlbare Wohnungen, sichere Wege, erreichbare Infrastruktur, erholsame Grünflächen und Orte der Begegnung.
Stadtentwicklung darf sich nicht nur daran orientieren, wie viele Wohnungen gebaut werden, sondern muss das gesamte Lebensumfeld mitdenken. Gerade in wachsenden Quartieren braucht es ausreichend Raum für Kultur, Bildung, Jugendhilfe, Nachbarschaft und soziale Infrastruktur. Denn lebenswerte Kieze entstehen dort, wo Menschen ihren Alltag gut gestalten können und öffentliche Räume für alle zugänglich bleiben.
Dabei geht es auch um die Frage, wem die Stadt gehört. Freiräume müssen geschützt werden – gegen Verdrängung, zunehmende Versiegelung und rein wirtschaftliche Interessen. Neue Quartiere müssen so geplant werden, dass Kulturorte, Jugendangebote, Grünflächen und soziale Einrichtungen von Anfang an mitgedacht und verbindlich eingeplant werden.
Kultur und Bildung schaffen Teilhabe
Kulturorte, Schulen, Jugendtreffs und Nachbarschaftseinrichtungen sind mehr als bloße Infrastruktur – sie schaffen Zusammenhalt, Kreativität und demokratische Teilhabe. Ich möchte, dass diese Räume erhalten bleiben, wachsen können und für alle zugänglich sind – unabhängig vom Geldbeutel oder der Herkunft.
Besonders die Freie Szene steht dabei unter Druck. Viele Künstler*innen, Initiativen und Projekträume kämpfen um ihre Existenz, weil Räume verschwinden und Finanzierung unsicher bleibt. Kultur darf aber nicht erst Thema werden, wenn Verdrängung unmittelbar bevorsteht. Räume für Kunst, Kultur und Begegnung müssen von Anfang an Teil von Stadtentwicklung sein – sowohl in der Innenstadt als auch in den Außenbezirken.
Dafür braucht es langfristig gesicherte Räume, verlässliche Förderung und transparente Strukturen. Kulturpolitik muss soziale Gerechtigkeit, Diversität und Nachhaltigkeit zusammendenken. Ein modernes Kulturfördergesetz kann dabei helfen, Bürokratie abzubauen, faire Bedingungen zu schaffen und kulturelle Teilhabe nachhaltig zu stärken.
Ebenso wichtig ist kulturelle Bildung. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen Räume, in denen sie sich ausprobieren, kreativ werden und Gemeinschaft erleben können. Schulen, Familienzentren und Einrichtungen der Jugendhilfe müssen deshalb stärker unterstützt und besser miteinander vernetzt werden. Gute Bildung entsteht dort, wo Menschen echte Zugänge erhalten und Teilhabe praktisch möglich wird.
Klima schützen und Lebensräume erhalten
Eine lebenswerte Stadt braucht Raum für Natur, Erholung und ein gutes Klima. Deshalb setze ich mich für mehr Grünflächen, entsiegelte Flächen und eine klimaangepasste Stadtentwicklung ein.
Wir brauchen Straßen und Plätze, die Schatten spenden, Regenwasser aufnehmen und die Luft verbessern. Gerade dicht bebaute Quartiere leiden zunehmend unter Hitze und Lärm – besonders ältere Menschen, Kinder und Menschen mit wenig Rückzugsräumen. Klimaschutz ist deshalb immer auch eine soziale Frage.
Ich möchte ein Neukölln, das seine Lebensräume schützt und für kommende Generationen lebenswert bleibt: mit mehr Bäumen, sicheren Fuß- und Radwegen, wohnortnahen Parks und einer Stadtplanung, die Mensch und Umwelt gleichermaßen in den Mittelpunkt stellt.
